Interim-Management in einer Diakonischen Einrichtung

Ausgangslage

Die Diakonische Stiftung Friedehorst in Bremen – eine karitative Einrichtung mit einem weit gefächerten Leistungsportfolio, 1400 Mitarbeiter/innen und einem Umsatz von 70 Mio. Euro war in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Durch ein externes Interim-Management und Change-Management mit einer Laufzeit von 20 Monaten sollten die angedachten Sanierungsprojekte nachhaltig umgesetzt und das Ergebnis deutlich verbessert werden.

Im Interim-Management waren die Aufgaben eines CROs (Chief Restructuring Officer) und das Tagesgeschäft des Kaufmännischen Vorstandes zu übernehmen.

Maßnahmen

Der Interim-Manager arbeitete insbesondere mit dem Vorsteher der Stiftung, dem Leitungsteam der Holdinggesellschaft und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften zusammen, um die Konsolidierung voranzutreiben. Es wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Abschluss einer neuen Dienstvereinbarung zur Sicherstellung der Liquidität und des Sanierungsprozesses
  • Überarbeitung des Planungs- und Steuerungsinstrumentarium mit zielführender EBITDA-Fokussierung
  • Konsolidierung mit Schwerpunkt auf  Senkung der Personalaufwandsquote
  • Erhöhung der Sensibilität für die kostentreibenden Faktoren Fehlzeiten, Mehrstunden und Fremdkräfteeinsatz
  • Wettbewerbliche Ausrichtung der zentralen Dienste hinsichtlich Qualität und Preis
  • Verbesserung der Therapie- und Pflegeprozesse und begleitender Organisationsprozesse
  • Strategische Weiterentwicklung einzelner Geschäftsbereiche
  • Analyse des Immobilienbestandes und Konzeption einer Investitionsstrategie
  • Implementierung eines für Sozialunternehmen spezifischen Lean-Systems
Ergebnis

Durch den starken Fokus auf Know-how-Transfer und nachhaltige Einbindung der Mitarbeiter/innen in die Veränderungsprozesse konnte der geleistete Veränderungsprozess auch nach Beendigung des Interim-Managements verzugslos weitergeführt wird.

Durch die eingeleiteten Maßnahmen wurde der Turnaround erreicht und das Ergebnis deutlich verbessert. Das Interim-Management endete wie geplant nach 20 Monaten mit der Übergabe an den zwischenzeitlich gewonnenen neuen Kaufmännischen Vorstand.